Revitalisierung und Erweiterung des Theaters Heerlen

Die Stadt Heerlen liegt in der Europaregion (Euregio) Maas-Rhein im Süden der niederländischen Provinz Limburg.
 
Das Theater der Stadt Heerlen wurde 1960 nach einem Entwurf des niederländischen Architekten Frits Peutz gebaut, und war in den frühen sechziger Jahren das größte und modernste Theater in den Niederlanden. Es entwickelte sich im Laufe der Jahre zu einem bedeutenden Mittelpunkt des gesellschaftlichen und kulturellen Lebens in der Region. Die Beliebtheit des Theaters Heerlen wurde in einer jüngeren Untersuchung deutlich. Siebzig Prozent der Bevölkerung besuchen mindestens einmal im Jahr ihr Theater.
 
Im Rahmen des Zweckverbandes Parkstad Limburg, in dem sich sieben niederländische Städte (Heerlen, Kerkrade, Landgraaf, Brunssum, Simpelveld, Voerendaal und Onderbanken) zusammengeschlossen haben, kooperiert das Stadttheater in Heerlen mit einem weiteren Theater in der Region. Gemeinsam mit dem Theater der Grenzstadt Kerkrade firmiert das Stadttheater Heerlen als Parkstad Limburg Theater. Neben einem gemeinsamen Webauftritt werden auch die administrativen und künstlerischen Bereiche beider Theater gemeinsam geführt.
 
Die Bedeutung und große Beliebtheit des Stadttheaters Heerlen in der Region veranlasste die Stadtväter, über eine grundlegende Revitalisierung und Erweiterung nachzudenken. Durch veränderte und vielseitigere Anforderungen an den Theaterbetrieb, sowohl in künstlerischer wie technischer Hinsicht, die jahrelange intensive Nutzung und veränderte Brandschutzbestimmungen, war die Renovierung und Erweiterung des Theaters eine logische Folge. 

Seit 1. Januar 2004 ist das Theater geschlossen. Die Renovierung des Theaters wurde im Mai 2004 und der zusätzliche Bau eines mittleren Saales im Juli 2005 vom Gemeinderat in Heerlen beschlossen. Die Revitalisierung wird voraussichtlich im April 2007 abgeschlossen sein und der neue mittlere Saal wird voraussichtlich im Herbst 2007 in Betrieb genommen.
 
Folgende Veränderungen und Erweiterungen wurden, bzw. werden in Angriff genommen:
 
  • Totalerneuerung mit Verbesserung der Qualität und des Komforts
  • Eine Vergrößerung des vorhandenen Theatersaales auf bis zu 1100 Plätze
  • Die Bühne wird vergrößert, um auch großes Musiktheater, Tanz, Shows in das Programm aufnehmen zu können.
  • Verbesserung der symphonischen Qualität des Theatersaales
  • Schaffung eines ebenerdigen Theatersaales mit 150-300 Tribünenplätzen, der Dank seiner verschiebbaren Tribüne, seines beweglichen Fußbodens, der Wände und der Decke auch als Saal für Popkonzerte (500-1200 Stehplätze) genutzt werden kann.
  • Flexibler Kongresssaal 150 – 450 Personen
  • Verbesserung kleiner Theatersaal (151 Plätze)
  • Kleine Bühne für Jazzkonzerte in einem neuen Theatercafé (80 Plätze)
 
Das Gebäude mit seinen vier Bühnen wird nach Fertigstellung der Renovierungs- und Erweiterungsarbeiten Platz für bis zu 3000 Besucher bieten. Der Komplex wird um insgesamt 27000 m³ erweitert. Die Kosten für das Projekt betragen um die 44,5 Millionen Euro, die zu 90% von der Gemeinde Heerlen getragen werden. In das Konzept eines erneuerten Theater- und Veranstaltungskomplexes passt das vorhandene intime Theater in Kerkrade mit seinen 633 Plätzen ideal hinein. 

Interessante Links zum Beitrag:

Die Stadt Heerlen im Internet
Internetseite der Stadt Heerlen zur Revitalisierung und Erweiterung
Zu den Parkstad Limburg Theatern
Zur Homepage Peutz Architekten
Über den Architekten F.P.J.  Peutz