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Im Fokus: Das Metropol Orchester Hilversum

Das niederländische Metropol Orchester ist mit seinem vielseitigen Repertoire aus Jazz und Pop, Weltmusik, Filmmusik und Entertainment das größte professionelle Orchester der Welt.

 

Mit diesem breiten Angebot spielt das Orchester auf den meisten Bühnen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in den Niederlanden und ist außerdem regelmäßig zu Gast auf dem North Sea Festival, The Hague Festival und dem Holland Festival.  Auch die stark wachsende niederländische Filmindustrie fordert das Metropol Orchester regelmäßig für ihre Produktionen an.

 

Seit 2005 ist der viermalige Grammy Gewinner Vince Mendoza Chefdirigent des Orchesters. Die Qualität und die Vielseitigkeit des Metropol Orchesters wird durch die farbenprächtige Schar Solisten dokumentiert, die die Bühne unter anderen mit dem Orchester teilten: Oleta Adams, Vicente Amigo, Antony & The Johnsons, Within Temptation, Andrea Bocelli, Joe Cocker, Elvis Costello, Eddie Daniels, Brian Eno, Ella Fitzgerald, Stan Getz, Astrud Gilberto, Dizzy Gillespie, Herbie Hancock, Hank Jones, Chaka Khan, Pat Metheny, Ivan Lins, Mike Patton, Paquito D’Rivera, John Scofield, The Swingle Singers, Jean ‘Toots’ Thielemans, Gino Vannelli, Steve Vai, Sarah Vaughan, Nancy Wilson, Dino Saluzzi, Trijntje Oosterhuis, der legendäre türkische Sänger Sezen Aksu und Fado-Königin Mariza.
 
Aus der Zusammenarbeit mit dem brasilianischen Singer/Songwriter Ivan Lins ist ein im August 2009 herausgebrachtes Album entstanden: Ivan Lins & The Metropole Orchestra. Dieses Album wurde mit dem Latin Grammy als “Best Brasilian Album” ausgezeichnet. Unter der Leitung von Vince Mendoza spielt das Metropol Orchester auf diesem Album die erfolgreichsten Lieder von Ivan Lins, überwiegend mit Arrangements von Mendoza.



©Foto: Metropole Orkest

Geschichte des Orchesters

1945-1980
Das Metropol Orchester wurde 1945 von Dolf van der Linden gegründet und stand sofort im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses. Dolf van der Linden hatte den Auftrag erhalten, ein Radioensemble zu formieren, das Jazz und Pop auf hohem Niveau spielen konnte.  Er mobilisierte Musiker in ganz Europa und entwickelte ein frisches und provokantes musikalisches Konzept, das nach den kulturarmen Kriegsjahren warm aufgenommen wurde. 35 Jahre lang leitete Dolf van der Linden das Orchester und führte es von Erfolg zu Erfolg. Über das Radio und in den späteren Jahren auch über das Fernsehen, wurden der Name und der Ruf des Metropol Orchesters verbreitet. Internationale Tourneen und Aufnahmen der European Broadcasting Union (EBU) brachten das Metropol Orchester zahlreichen Hörern in der ganzen Welt näher. Das größte Verdienst von Dolf van der Linden für das Metropol Orchester war, dass er dem Orchester eine unverwechselbare Identität verlieh, das Orchester an seinen unterschiedlichen musikalischen Stilen wachsen ließ und technische Innovationen stimulierte.
 
1980-1991
Der junge, energische Dirigent Rogier van Otterloo, Sohn des berühmten klassischen Meisters Willem van Otterloo, folgte auf Dolf van der Linden als künstlerischer Manager und Chefdirigent. Die Begeisterung von Rogier van Otterloo wirkte ansteckend auf das Metropol Orchester, das sich unter seiner Leitung besonders in den leichteren Genres profilierte. Das Metropol Orchester durfte mit ihm über eine doppelte Rhytmussektion verfügen: eine für Popmusik und eine für Jazz- und Weltmusik. Van Otterloo machte auch in zunehmendem Maße als Komponist und Arrangeur auf sich aufmerksam. Das Metropol Orchester übte eine Anziehungskraft auf Starsolisten des amerikanischen Jazz bis hin zu Operndiven aus und lieferte einen wichtigen Beitrag für die stark wachsende europäische Jazzszene.

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Ab 1991
Als Dick Bakker dann kam, bedeutete das wieder eine neue Wende in der Geschichte des Metropol Orchesters. Das Orchester trat in großangelegten TV-Produktionen sowohl in Hilversum als auch außerhalb von Hilversum auf. Als denkwürdig sind hier das Akropolis-Konzert mit George Dalaris und Mikis Theordorakis in Griechenland und Konzerte im Amsterdamer Rockpalast Paradiso zu nennen. Das Orchester zog in ein neues, modernes Studio um und wirkte an Aufnahmen für Radio, Fernsehen, CD- und Filmmusik mit. Diese Aufnahmen zeichneten sich durch eine große Vielseitigkeit und Unterschiedlichkeit aus.

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1995 begann die Zusammenarbeit mit Vince Mendoza. Anfangs bewegten sich Mendoza und das Metropol Orchester überwiegend auf dem Gebiet des Jazz, unter anderem mit eigenen Arbeiten von Mendoza. In der Folgezeit arbeitete das Metropol Orchester auf der Bühne und im Studio zusehens mit großen Stars aus der Welt des Jazz und Pop zusammen. In den vergangenen Jahren bot sich eine neue Generation von Komponisten und Arrangeuren an, die für den zeitgenössischen Klang des Orchesters stehen.

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Im Jahre 2005 wurde Mendoza zum Chefdirigenten ernannt. Er

führt die Mission des Orchesters weiter und überwacht das hohe Qualitätsniveau mit dem das Publikum so vertraut ist. Das Metropol Orchester gibt durchschnittlich pro Saison vierzig Konzerte in den Niederlanden und außerhalb der Niederlande.



Metropole Orkest Januar 2008 ©Foto: Simon van Boxtel

Internationale Solisten

Das Metropol Orchester kann auf die Zusammenarbeit mit berühmten Solisten zurückblicken. Ein Line-up in alphabetischer Reihenfolge: Oleta Adams, Sezen Aksu, Antony & The Johnsons, Charles Aznavour, Burt Bacharach, Victor Bailey, Kenny Barron, Shirley Bassey, Jeff Beal, Jim Beard, Tony Bennett, Andrea Bocelli, Terry Bozzio, Michael Brecker, Randy Brecker, Ray Brown, Patrick Bruel, John Cale, Amit Chatterjee, Chico Cesar, Joe Cocker, Natalie Cole, Pete und Conte Condoli, Elvis Costello, The Creatures, Pete Christlieb, Ronnie Cuber, Eddie Daniels, Manu Dibango, Céline Dion, Eva de Dios, George Duke, Brian Eno, Sertab Erener, Peter Erskine, Bill Evans, Clare Fischer, Ella Fitzgerald, Tommy Flanagan, Bruce Fowler, Art Garfunkel, Gloria Gaynor, Stan Getz, Astrud Gilberto, Dizzy Gillespie, Herbie Hancock, Roy Hargrove, Tom Harrel, Conrad Herwig, Roger Hodgson, Shirley Horn, Freddie Hubbard, Al Jarreau, Ingrid Jensen, Hank Jones, Junkie XL, Mike Keneally, Nancy King, The King’s Singers, Lee Konitz, K’s Choice, Hubert Laws, Ivan Lins, Joe Lovano, Vera Lynn, Kevin Mahagony, Bob Malach, Mariza, Andy Martin, Nancy Marano, Dina Medina, Daniel Mendez, Pat Metheny, Bob Mintzer, Mark Murphy, Andy Narell, Daniel Navarro, Silje Nergaard, Peter Nero, Ed Neumeister, The New York Voices, Trijntje Oosterhuis, Alan Parsons, Mike Patton, Bill Perkins, Oscar Peterson, Fabia Rebodao, Diane Reeves, Paquito D’Rivera, Frank Rosselino, John Scofield, Zoot Sims, Sister Sledge, Mike Stern, The Supremes, The Swingle Singers, Lew Tabackin, Within Temptation, Clark Terry, Jean ‘Toots’ Thielemans, Tulug Tirpan, Mel Tormé, Rafael de Utrera, Steve Vai, Gino Vannelli, Sarah Vaughan, Harvey Wainapel, Dionne Warwick, Kenny Werner, Andy Williams, Nancy Wilson, The Yellowjackets und Karim Ziad.
 
Internationale Komponisten, Arrangeure und Dirigenten
 
Michael Abene, John Adams, Manny Albam, Jeff Beal, Bob Brookmeyer, Dori Caymmi, John Clayton, Michel Colombier, Bill Dobbins, Clare Fisher, Steve Gray, Tom Harrell, Peter Herbolzheimer, Bill Holman, Chuck Israels, Jim McNeely, Vince Mendoza, Bob Mintzer, Ennio Morricone, Ed Neumeister, Chuck Owen, Gunther Schuller und Maria Schneider.

 

Dirigenten des Metropol Orchesters 

Vince Mendoza
 
Vierfacher Grammy Award Gewinner Vince Mendoza ist seit 20 Jahren als Komponist und Dirigent in vorderster Reihe der Jazz und zeitgenössischen Musikwelt aktiv. Er wirkte an vielen Studioaufnahmen mit, hat zahllose Stücke und Arrangements für Big Band geschrieben und komponierte für unterschiedliche Besetzungen von Kammermusik bis Symphonieorchester. Seine Jazzkompositionen werden von den zur Zeit tonangebenden Instrumentalisten und Sängern gespielt und gesungen.
 
Soloalben

Seine frühen Soloalben auf Blue Note Records - Start Here und Instructions Inside - waren sehr erfolgreich. Er arbeitete auf diesen Alben mit Künstlern, wie John Scofield, Joe Lovano, Ralph Towner, Bob Mintzer, Randy Brecker, Peter Erskine und anderen, zusammen. Start Here wurde zu einem von den ‘Top Picks’ vom Jazziz Magazine ausgewählt; Mendoza wurde von Kritikern des Swing Journal Japan zum ‘Best Composer/Arranger’  ausgerufen. Auf der CD Epiphany werden Mendozas Kompositionen vom London Symphony Orchestra ausgeführt. Seine CD Blauklang mit Kammermusik, wurde für einen Grammy Award nominiert. Nach “All about Jazz” bereichert Mendoza das populäre Idiom mit einem gewagten Mix an abstraktem Impressionismus, Romantik und anderen unorthodoxen Elementen, mit denen er sich nahtlos hinter Gil Evans einreiht.
 
Mendoza und das Metropol Orchester
 
Mendozas Zusammenarbeit mit dem Metropol Orchester begann 1995. Im November 2005 wurde Vince Mendoza zum Chefdirigenten ernannt. Er dirigierte nicht nur das Orchester in Konzerten, auf Festivals und bei Studioaufnahmen, sondern schrieb auch Arrangements und lud renomierte Solisten ein. Erwähnenswert ist die Zusammenarbeit in den vergangenen Saisons mit unter anderen Elvis Costello, Herbie Hancock, The Brecker Brothers, Silje Nergaard und Ivan Lins.

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Grammy Awards

Mendoza empfing 4 Grammies und wurde 16 Mal für einen Grammy nominiert. Seine Arrangements sind auf ganz vielen außerordentlichen Produktionen erschienen, mit so berühmten Singer/Songwritern wie  Björk, Chaka Khan, Al Jarreau, Bobby McFerrin und Joni Mitchell. Im Februar 2008 wurde ihm sein vierter Grammy Award für sein Arrangement von Joe Zawinuls “In A Silent Way” (Best Instrumental Arrangement) überreicht.
2007 bekam “Some Skunk Funk” mit Randy Brecker und die WDR Big Band Köln einen Grammy für das “Best Large Jazz Ensemble Album”. Mendoza empfing 2001 den Grammy für “Best Instrumental Arangement Accompanying Vocalist” für sein Arrangement von Joni Mitchells “Both Sides Now” und nochmals 2004 für das Lied “Woodstock” von Mitchells letztem Studioalbum “Travelogue“.  Das Album Ivan Lins & The Metropole Orchestra, das im August 2009 herausgebracht wurde, ist mit dem Latin Grammy ‘Best Brasilian Album’ gekrönt worden. Unter Leitung von Vince Mendoza spielte das Metropolorchester hierauf Erfolgslieder von Ivan Lins, in überwiegenden Arrangements von Mendoza. Mendoza schrieb für klassische Ensembles genauso wie für Jazz- und Popgruppen die Kompositionen und Arrangements. Darunter waren Sting, the Yellowjackets, Al DiMeola, Gino Vanelli, Joe Zawinul, Mike Stern, Melody Gardot, het Turtle Island String Quartet, het Debussy Trio, het L.A. Guitar Quartet, Berliner Philharmoniker, Los Angeles Philharmonic, BBC Philharmonic und natürlich das Metropolorchester. Seine Musik erklang auf dem Berlin Jazz Festival, dem Montreux Jazzfestival, dem North Sea Jazz Festival und auf Konzertbühnen in Europa, Japan und Skandinavien.

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Jules Buckley

Komponist, Arrangeur, Orchestrator und Dirigent Jules Buckley hat sich in den vergangenen Jahren als musikalischer Pionier manifestiert, der die Grenzen zwischen den zeitgenössischen Genres verschiebt. Ab der Saison 2008/2009 ist er als fester Dirigent mit dem Metropol Orchester verbunden.
 
Jules Buckley, in London geboren, studierte zuerst Jazztrompete bevor er definitiv zum Komponieren wechselte. Sein Lehrer war Julian Philips an der Guildhall School of Music in London. Als er sein Studium 2004 beendete, bekam er den Chairman’s Prize for Outstanding Musicianship verliehen. Buckley setzte seine Studien am (Ende 2006 aufgelösten) Henry Mancini Institute in Los Angeles fort. Danach bot ihm die Guildhall School ein Stipendium an, um Komponieren weiter zu studieren.
 
2004 baute Jules Buckley The Heritage Orchestra auf, ein 45-köpfiges Kammerorchester, das sich ausschließlich dem Spiel von abenteuerlicher zeitgenössischer Musik widmete. Buckleys Arbeiten wurden von verschiedenen Ensembles unter anderem auf dem Montreux Jazz Festival, dem London Jazz Festival und dem Henry Mancini Institute ausgeführt. Er arbeitete mit einer Anzahl von wichtigen Musikern zusammen, darunter sind der brasilianische Produzent und Arrangeur Eumir Deodato, Dwight Trible, Jazzsänger und Multiinstrumentalist Jose James, Schlagzeuger Airto Moreira, DJ Amon Tobin, Saxofonist Chris Bowden, Natalie Williams und Brian Eno.
 
Jules Buckley schrieb Kompositionen für unterschiedliche Besetzungen. Darunter sind Streichquartett, Bigband und Symphonieorchester. Auch für Theaterproduktionen schrieb er Kompositionen, darunter für Gompers, References To Salvador Dali und Hello Dad!. Als Dirigent, Komponist und/oder Arrangeur war er, außer bei The Heritage Orchestra unter anderem auch aktiv für das Tom Richards Jazz Orchestra, das Guildhall Symphonic Wind Ensemble, Arctic Monkeys, Dylan Howe, Kirk DiGiorgio, Gonzalo Rubacalba, J-Wave 15 Japan, The 747’s, Terence Blanchard, den Kapverdischen Musiker Bana, Gil Semedo, Dina Medina und Grace Evora, Andy Sheppard’s Saxophone Massive, Fernando Lameirinhas und Stef Bos.
 
Erfolgreiche Konzerte seiner Karriere mit dem Metropol Orchester waren die mit Within Temptation, Barry Hay und dem argentinischen Pianisten Pablo Ziegler.

Als Quelle zum Beitrag über das Metropol Orchester diente mir die Internetseite des Orchesters.

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